Über uns

Bezahlbarer Wohnraum wird in Nürnberg immer knapper. Viele Viertel werden saniert, aufgewertet und verteuert. Neben der Grundmiete lassen Heiz- und Nebenkosten die Wohnkosten ins unermessliche steigen.

Wir als Initiative Mietenwahnsinn Stoppen haben im Jahre 2012 uns zusammengefunden um diese Missstände aufzugreifen und aktiv etwas dagegen zu tun.

Von Anfang 2012 bis Ende 2013 hatten wir hauptsächlich zum Thema GBW gearbeitet:

Aus aktuellem Anlass beschäftigen wir uns mit dem Thema GBW. Die GBW ist eine der größten Wohnungsunternehmen, mit über 32.000 Wohnungen, in Bayern. Die GBW wiederum gehört zu über 90% der Bayrischen Landesbank, die im Zuge der Finanzkrise mit einer Zehn-Milliarden-Euro-Kapitalspritze gerettet wurde.Nun soll die Bayrische Landsebank eine Teil der Kapitalspritze zurückzahlen und muss sich im Zuge der Konsolidierung von allen „branchenfremden Beteiligungen“ trennen. Es wird nun gefordert die GBW, als einer dieser „branchenfremden Beteiligungen“, zu verkaufen. Bei einem Verkauf an einem privaten Investor werden die Mietkosten weiter steigen. Dagegen gilt es jetzt etwas zu tun.

Anfang 2014 haben wir die Stadtteilumfrage „Gostenhof ist Gefragt“ mit der organisierten Autonomie (OA) vorbereitet. Von Mitte Mai an haben wir, an Haustüren, Infoständen oder auf der Straße über 1000 BewohnerInnen befragt was sie zu den Themen „Gentrifizierung – steigende Mieten – Entscheidungen über unsere Köpfe hinweg“ denken. Ende Juli wurden die Ergebnisse präsentiert.

Viele haben es längst gemerkt: Gostenhof wird gentrifiziert. Immobilienbüros, Konzerne, Baufirmen, Banken und Spekulanten, sie alle wittern das große Geschäft, haben sich aufgemacht unseren Stadtteil aufzukaufen und umzukrempeln. Es wird teuer für uns! […] Statt bezahlbare Wohnungenentstehen jedoch Großprojekte von Firmen, edle Eigenheime, Luxusherbergen und teure Stadthäuser. […] Die Gentrifizierung Gostenhofs schreitet voran. Viele von uns können sich bereits heute die teuren Mieten nur noch leisten, wenn sie auf andere notwendige Dinge verzichten und manche sind auch schon verdrängt worden, weil sie hier keine bezahlbaren Wohnungen mehr finden konnten.

Antworten müssen her
Nimmst du die Veränderung unseres Viertels und die damit verbundenen Probleme wahr? Sollen wir es hinnehmen, dass Mieten und Preise weiter steigen und früher oder später immer mehr von uns verdrängt werden? Sollen wir es uns gefallen lassen, dass über unsere Köpfe hinweg wichtige Entscheidungen gefällt werden, die unseren Stadtteil und damit unser Leben verändern? Akzeptieren wir, dass einige Wenige den großen Profit auf unsere Kosten mit unseren Wohnungen in unserem Stadtteil machen? Akzeptieren wir weiter unwidersprochen den kapitalistischen Wohnungsmarkt und all seine Zwänge und Vorgaben? Und nicht zuletzt bist du bereit, dich gemeinsam mit uns und anderen gegen hohe Mieten und Gentrifizierung zur Wehr zu setzen?

Im Zuge der Umfrage ist uns aufgefallen, dass viele BewohnerInnen horrende Erfahrungen mit ihren VermieterInnen machen, deshalb veröffentlichten wir im November 2014 zusammen mit der organisierten Autonomie (OA) einen Informationsflyer zum Mietrecht.

Wie bei der Pressekonferenz angekündigt, in deren Rahmen wir die Ergebnisse der Umfrage veröffentlicht haben, wollen wir mit diesem Informationsflyer einen weiteren Schritt in Richtung Widerstand wagen. Denn Wissen um das eigene Recht, das einen als Mieter/-in zusteht, ist der Beginn im Kampf für unsere Interessen.

2 Kommentare zu Über uns

  1. Susan Bichler sagt:

    Vielleicht ist es für Ihr Anliegen von Interesse zu erfahren, dass im oberen Teil der Adamstrasse in Nürnberg-Schoppershof ganze drei Häuser (Nr. 41, 42, 44) von der Woneo-Gruppe aufgekauft werden, um nach Luxussanierung in Eigentumswohnungen umgewandelt zu werden. Die Mieten werden von den momentanen Mietern voraussichtlich nicht mehr tragbar sein.

  2. André Berger sagt:

    Schaut man sich Potsdam an,sieht das gleiche Bild. Hier hat die Firma Semmelhack,wann und wie auch immer, sämtliche grundstück im Umland aufgekauft. Jetzt wird fleißig alles zu bebaut. Grösstenteils 2-Raumwohnungen(Familienfreundlich sieht anders aus) zu Preisen,die sich nur noch Gutverdiener leisten können.

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