Bericht von der Kundgebung am 21.01.2017 in der Wodanstraße

Am 21.01.2017 versammelten sich AktivistInnen und NachbarInnen vor der Wodanstraße 57 zu einer Kundgebung.

Anlass war die Besetzung des Hauses (57) in der Wodanstraße letzten Jahres. Das Haus steht seit ungefähr 18 Jahren leer. Am 10. Juni 2016 belebten dann Menschen das mehrstöckige Haus und es wurde geputzt und auf Vordermann gebracht. Nach einigen Stunden rückte die Polizei an, erklärte die Nutzung für illegal und verschloss zusammen mit der Feuerwehr das Gebäude.
Die Polizei nahm die Personalien von mehreren Menschen in der Umgebung auf. 11 Personen davon sehen sich nun mit willkürlichen Verfahren wegen Hausfriedensbruch konfrontiert.

Während in Nürnberg offiziell über 8000 Menschen auf eine Sozialwohnung warten, etliche aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation Bedarf hätten und laut Stadt ca. 1000 Menschen obdachlos sind, die Mieten überall weiter steigen, Neubau fast nur im Luxussegment zu finden ist, stehen Häuser wie das in der Wodanstraße seit über einem Jahrzehnt leer.

Wir begrüßen als Initiative Mietenwahnsinn stoppen und Organisierte Autonomie die Instandnahme des leerstehenden Gebäudes und meinen: Leerstand ist das Verbrechen, nicht dessen Nutzung.

Daher besuchten auch AktivistInnen von uns die Kundgebung, an der sich im Laufe des Nachmittags 40-50 Menschen beteiligten.
Es gab Kaffee und Kuchen, ein Wohnzimmer wurde spontan vor dem Haus eingerichtet und lud zum Verweilen ein. Bei Musik und Redebeiträgen konnte man sich informieren und austauschen, was sowohl von AktivistInnen als auch von Nachbarn genutzt wurde. Inhaltlich wurde auf Gentrifizierung, steigende Mieten und die Wohnungslage eingegangen; auch die Verfahren gegen die 11 Betroffenen waren Thema.

Wir bleiben dabei:
Die Häuser denen, die drin wohnen!
Für rebellische Viertel – von Gostenhof bis in die Südstadt!
Freispruch für alle!

Bilderstrecke zur Kundgebung auf linksunten.indymedia.org

Anderer Bericht von der Kundgebung auf linksunten.indymedia.org

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