Pressemitteilung – Nürnberg 12.05.2014

headerGostenhof ist gefragt – Antworten müssen her
Eine Umfrage im Stadtteil findet statt

Am Dienstag, den 13. Mai 2014, beginnt im Nürnberger Stadtteil Gostenhof eine Umfrage zum Thema: „Gentrifizierung – steigende Mieten – Entscheidungen über unsere Köpfe hinweg.“ AktivistInnen werden in den nächsten Wochen mit Klemmbrett und Fragebogen ausgestattet, die Standpunkte befragter GostenhoferInnen einholen. Die Meinungsumfrage unter dem Motto: „Gostenhof ist gefragt – Antworten müssen her“ wird von der organisierten autonomie (OA) und der Initiative Mietenwahnsinn stoppen durchgeführt. „Ziel unserer Umfrage ist es, herauszufinden ob die Mehrheit der GostenhoferInnen die mit der Gentrifizierung unseres Stadtteils einhergehenden Probleme sieht. Es soll unter anderem herausgefunden werden, ob es diesbezüglich gemeinsame Einschätzungen gibt und welche Möglichkeiten bestehen, der zunehmend negativen Entwicklung der Wohnsituation in Gostenhof geschlossen entgegenzutreten.“
Selbst gesetztes Ziel der OrganisatorInnen ist es, am Schluss der Kampagne 1000 ausgefüllte Fragebögen auswerten und die Ergebnisse dann der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Wieso – Weshalb – Warum
Im Rahmen einer Aufklärungs- und Informationsveranstaltung zur Umfrage, fasste am letzten Samstag im Gostenhofer Stadtteilladen Schwarze Katze, Sabine Züge Sprecherin der organisierten autonomie (OA), die Zielsetzung der Umfrage kurz zusammen: „Mit der Umfrage wollen wir im Stadtteil eine Debatte über die Gentrifizierung Gostenhofs, über hohe Mieten und Verdrängung anstoßen und allen die Möglichkeit bieten, ihre Meinung einzubringen. Es soll durch die Umfrage eine Verständigung über den Stand der Dinge herbeigeführt und drängenste Probleme  herausgefunden werden. Kurzum sollen die Ergebnisse der Umfrage eine kollektiv erarbeitete Basis für den Kampf um unseren Stadtteil, für unsere gemeinsamen Interessen, Ziele und unsere Zukunft schaffen.“ Ihr Beitrag endete mit der Aufforderung: „Beteilige dich, denn deine Stimme ist wichtig und gemeinsam sind wir nicht zu gentrifizieren.“
Über 20 Personen fanden sich ein, um die Organisatoren aktiv bei der Befragung zu unterstützen.

und wann gibt es Fakten und Ergebnisse?
Fakten, Ergebnisse und Schlussfolgerungen, die sich aus der Auswertung der Umfrage ergeben, präsentieren wir voraussichtlich im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Juli.

Kontakt und weitere Infos:
Für Nachfragen sind wir zu erreichen unter:
organisierte-autonomie [at] riseup.net und mietenwahnsinnstoppen [at] riseup.net
Weitere Infos unter: http://www.redside.tk und http://mietenwahnsinnstoppen.blogsport.eu/

Interessierte PressevertreterInnen finden an den Informationsständen eine Ansprechpartnerin, die ihnen gerne Auskunft über die Kampagne gibt. Der erste Stand im Rahmen der Kampagne wird am Samstag, den 17.05.2014, zwischen 12 und 14 Uhr an der Adam-Klein-Str. Ecke Feuerleinstr. stattfinden.

Mit freundlichen Grüßen
organisierte autonomie (OA) und Initiative Mietenwahnsinn stoppen

Im Folgenden sind zusätzlich Auszüge aus dem Info-Flugblatt der beiden Organsatorinnen zu finden:

Gostenhof ist gefragt
Gostenhof wird umstrukturiert. Immobilienbüros, Konzerne, Baufirmen, Banken und Spekulanten, sie alle wittern das große Geschäft, haben sich aufgemacht unseren Stadtteil aufzukaufen und umzukrempeln. Es wird teuer für uns! Seitdem Gostenhof als In-Viertel angepriesen wird, werden selbst schlecht und oberflächlich renovierte Wohnungen und Häuser, für viel Geld angepriesen, es eröffnen immer noblere Läden und Gaststätten und normale Mietwohnungen werden immer knapper. Überall wird gebaut. Statt bezahlbarer Wohnungen entstehen jedoch Großprojekte von Firmen, edle Eigenheime, Luxusherbergen und teure Stadthäuser. Ob wir das wollen? Gefragt hat uns niemand! Geplant und beschlossen wird von der Stadt über unsere Köpfe hinweg. Die Gentrifizierung Gostenhofs schreitet voran. Viele von uns können sich bereits heute die teuren Mieten nur noch leisten, wenn sie auf andere notwendige Dinge verzichten und manche sind auch schon verdrängt worden, weil sie hier keine bezahlbare Wohnung mehr finden konnten.

Antworten müssen her
Nimmt die Mehrheit der Gostenhofer Bevölkerung die Veränderung unseres Viertels und die damit verbundenen Probleme wahr? Sollen wir es hinnehmen, dass Mieten und Preise weiter steigen und früher oder später immer mehr von uns verdrängt werden. Sollen wir es uns gefallen lassen, dass über unsere Köpfe hinweg wichtige Entscheidungen gefällt werden, die unseren Stadtteil und damit unser Leben verändern? Akzeptieren wir, dass einige Wenige den großen Profit auf unsere Kosten, mit unseren Wohnungen in unserem Stadtteil machen? Akzeptieren wir weiter unwidersprochen den kapitalistischen Wohnungsmarkt und all seine Zwänge und Vorgaben? Und nicht zuletzt bist du bereit, dich gemeinsam mit uns und anderen gegen hohe Mieten und Gentrifizierung zur Wehr zu setzen?

Wir wollen es wissen und fragen deshalb
Wir wollen die Meinung der Betroffenen kennenlernen und führen deshalb in Gostenhof eine groß angelegte Umfrage durch. Vom 12.05. – 21.06.2014 sind unsere Frage-Teams immer wieder in Gostenhof – an Wohnungstüren, in Gaststätten und auf der Straße unterwegs.
Für die Durchführung der Umfrage wurde Gostenhof in drei Planquadrate eingeteilt, die nacheinander abgearbeitet werden. Im ersten, in Gostenhof West gelegenen Planquadrat, wurden zur Ankündigung unserer Umfrage in den letzten Tagen bereits Flugblätter an mehrere hundert Haushalte verteilt.
Nach ersten Probeläufen am Montag, beginnt die Umfrage am Dienstag den 13.05. 2014. Zwei Wochen werden sich dann immer wieder Frage-Teams im ersten Planquadrat aufhalten und Befragungen durchführen. Am Samstag den 17.05. wird in der Adam-Klein-Str. Ecke Feuerleinstr. von 12 bis 14 Uhr ein erster Infostand zur Unterstützung der Umfrage durchgeführt. Hier können Informationen eingeholt und Fragebögen ausgefüllt werden.

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