Stadtteilclub im Juli

StadtteilclubWas für Che Guevara schon klar war, wissen auch viele Menschen in unserem Stadtteil. In Gostenhof leben schon immer Menschen verschiedenster Herkunft zusammen. Unsere Probleme sind die selben: fehlender bezahlbarer Wohnraum und niedriges Einkommen. Wir wissen auch, dass wir uns nur gemeinsam wehren können und uns dabei spalten lassen dürfen. Und so bewerten wir auch die sogenannten Flüchtlingskrise: unser Gegner sind diejenigen, die Kriege führen, Waffen liefern und ganze Regionen ausbeuten, und ihre Profite zu sichern. Deswegen unterstützen wir als Stadtteilclub die Kampagne „Fluchtursachen bekämpfen“ und freuen uns, im Juli VertreterInnen der Kampagne als Gäste begrüßen zu dürfen. Sie werden über ihrer Arbeit berichten.

Am Samstag den 30. Juli im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof im Stadtteilladen Schwarze Katze in der Unteren Seitenstr. 1 am Jamnitzer Platz

Start um 19 Uhr mit leckeren Essen, Veranstaltungsbeginn 20 Uhr

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Gentrifizierung in Gostenhof – ja oder nein?

Findet in Gostenhof Gentrifizierung statt oder nicht? Zur Beantwortung dieser Frage veranstaltete die FAU Erlangen Nürnberg eine Diskussionsveranstaltung, zu der Fachleute, Politiker und Vertreter des Immobilienmarktes geladen waren. Im Nachgang zu dieser Veranstaltung erschien ein Artikel  in den Nürnberger Nachrichten, der zu dem Schluss kam, dass es sich in Gostenhof nicht um Gentrifizierung handle. Dr. Thomas Dörfler vom Leherstuhl für Sozial- und Bevölkerungsgeographie an der Universität Bayreuth sieht dies allerdings anders. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was man überhaupt unter Gentrifizierung versteht, wie es dazu kommt und wie er die Situation in Gostenhof einschätzt.

Zum Anhören auf der Seite von Radio Z.

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Erklärung der Initiative Mietenwahnsinn stoppen zu den Ereignissen rund um die Besetzung der Wodanstraße 57 am 10 Juni 2016

IMG_3199Die Initiative Mietenwahnsinn stoppen erklärt sich solidarisch mit dem „Förderkreis für Lebens(t)räume“ mit seinem Projekt „Wenn nicht hier, wodann?“ und dem Versuch, ein leer stehendes Haus mit Leben zu füllen. Seit mehr als 15 Jahren ist das Haus in der Wodanstraße 57 im Nürnberger Süden komplett unbewohnt. Ein Skandal – vor allem in Zeiten, in denen so viele Menschen auf der verzweifelten Suche nach bezahlbarem Wohnraum sind. Für rund 11 Stunden wurde aus dem leer stehenden Haus ein sozialer Raum mit Café, Bibliothek, Umsonstladen, Wohnräumen und vieles mehr. Weiterlesen

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„Initiative Mietenwahnsinn stoppen“ fordert Richtigstellung

Gostenhof_spielt_nicht_mehr_mitKeine Verdrängung in Gostenhof?

Initiative Mietenwahnsinn stoppen“ fordert Richtigstellung

In den Nürnberger Nachrichten vom 18.06. wird in dem Bericht von Herr Andreas Franke über die Diskussionsveranstaltung an der FAU Nürnberg suggeriert, die Diskussion hätte ergeben, dass es keine Verdrängung und Gentrifizierung in Gostenhof gäbe. Die „Initiative Mietenwahnsinn stoppen“ kann sich nicht erklären, wie Herr Franke zu diesem Fazit kommt, da der geladene Experte, Herr Dr. Thomas Dörfler von der Universität Bayreuth in seinem Schlusswort zu einem anderen Ergebnis kam.

StudentInnen des Seminars „Gentrifizierung in Gostenhof?“ des Fachbereichs Kulturgeographie veranstalteten eine Podiumsdiskussion zu selbigen Thema. Erschienen waren neben Herr Müller der Gostenhofer Grünen, Herr Amenedeo der Gostenhofer SPD, sowie Herr Eljojo der islamischen Gemeinde, Frau Leicht von „Leicht-Immobilien“ und Alexandra Winter von der „Initiative Mietenwahnsinn stoppen“. Herr Dr. Dörfler sprach als Experte einleitende Worte. Er referierte allgemein zum Thema Stadtentwicklung und bezog vorerst keine Stellung zum diskutierten Thema. Weder der Akademiker Amenedano, noch der Jobcenter-Mitarbeiter Müller, Herr Eljojo oder die Immobilienmaklerin Leicht kennen Leute, die von steigenden Mieten verdrängt wurden. Aus dem Publikum heraus, dem viele Gostenhofer beiwohnten, gab es über solche Aussagen Unmut, da vor allem die Politiker letztlich die Linie der Stadt Nürnberg bestätigten, die von Verdrängung nicht sprechen möchte.

Die unterschiedlichen Menschen im Publikum griffen in ihren Wortbeiträgen die fehlenden Zahlen der Stadt Nürnberg auf und kritisierten, dass Gentrifizierung geleugnet wird, ohne Zahlen hierfür vorweisen zu können und solche der Immobilienportale zu ignorieren. Auch auf die Umfrage im Jahr 2014 wurde sich bezogen, die in Augen von Herr Müller suggestiv sei, die jedoch laut eines Diskutanten die Meinung von über 1000 GostenhoferInnen widerspiegelt, was weitaus mehr sei, als die Stadt vorzuweisen habe. Die viel diskutierten Graffittis im Viertel kamen auch kurz zur Sprache. Als Resümee all dieser Wortbeiträge und den geführten Debatten zog Dr. Dörfler letzten Endes das Fazit, dass es sich in Gostenhof definitiv um Gentrifizierung handle.

„Daher sind wir über die Überschrift und den Artikel an sich verwundert“, meint Alexandra Winter, Pressesprecherin der Initiative. Und weiter: „Wir fragen uns, ob Herr Franke vielleicht früher gegangen ist oder aus welchem anderen Grund dieser Artikel die Differenziertheit vorangegangener Artikel der NN vermissen lässt.Viele Menschen hier im Stadtteil sind wütend darüber, dass ihnen das, was sie am eigenen Leib erleben, gänzlich abgesprochen wird. Wieder musste man sich von Seiten der Politiker und von Profiteuren wie der Maklerin Frau Leicht an dieser Veranstaltung anhören, dass das alles nur gefühlt sei, sie niemanden kennen, der verdrängt wurde oder wird. Bilden wir uns den Wegzug unserer NachbarInnen ein? Unsere rasant steigenden Mieten? Die zunehmende Kontrolle in unseren Parks? Es wundert uns nicht, dass Immobilienmakler, Jobcenter Mitarbeiter und Akademiker keine Menschen in ihrem Umfeld haben, die sich die hohen Mieten nicht leisten können. Auf dem Podium waren fast ausschließlich Menschen mit hohem Einkommen vertreten. In Gostenhof wohnen jedoch (noch) viele prekär Arbeitende, Arbeitslose und andere Menschen mit wenig Einkommen. Man kann bei der Besetzung des Podium also nicht gerade von einer repräsentativen Abbildung des Viertels sprechen. Es ist zynisch, wenn die Gutverdiener, die von der Gentrifizierung profitieren zu dem Schluss kommen, dass alles in bester Ordnung sei und es keine Verdrängung gäbe. Wir fordern hinsichtlich des Ausgangs der Debatte eine Richtigstellung von Seiten der Nürnberger Nachrichten.“

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Reclaim Gostenhof im Juni zu Ferienwohnungen

StadtteilclubAirbnb: ‚Mietendynamisierung 2.0‘ Eine Zimmer über Airbnb? Meistens günstiger als ein Hotel, und manchmal inklusive eines netten Abend mit dem Vermieter.

Es gibt aber auch die Kehrseite:

Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen, und Mieterhöhengen. Das Versprechen der ‚sharing economy‘ (Airbnb, Uber, nebenan.de etc) ist eine „Okonomie des Teilens“. Dem gegenüber stehen Angebote wie etwa ‚Loft im Nürnberger Szeneviertel’, für maximal zwei Leute, 280 €/Nacht, auf 215 m².

Wir werden Ideologie und Praxis dieser Firmen kritisch beleuchten.

Samstag, 25. Juni 2016 ab 19 Uhr

Vortrag beginnt um 20 Uhr | Es gibt Essen und kühle Getränke!

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Ein Hausbesitzer fragt: „Ich musste drei Mieter wegen Eigenbedarfs rauskündigen, bin ich jetzt ein Gentrifizierer?“

2016_05_zaunpro_einsEin Stadtteil antwortet: Ja !

von redside.tk

In der Presse läuft seit Monaten eine Diskussion über eine Frage, die die Mehrheit der Menschen hier in Gostenhof längst für sich beantwortet hat: Gibt es hier im Viertel eine Aufwertung des Wohnraums verbunden mit der Verdrängung Alteingesessener, in der Soziologie Gentrifizierung genannt? Viele BewohnerInnen spüren es schon lange am eigenen Leib oder erleben es bei NachbarInnen und Bekannten. Doch die Stadt stellt weiterhin das Offensichtliche in Frage, beteuert weiterhin die Entwicklung Gostenhof aufmerksam zu beobachten, in Wirklichkeit aber leistet sie der Entwicklung mit der Auszeichnung Gostenhofs als Sanierungsgebiets weiter Vorschub. Weiterlesen

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Reclaim Gostenhof im Mai: Polizeikontrollen am Jamnitzer Platz

Stadtteilclub

In den letzten Monaten häuften sich am Jamnitzer Platz Polizeikontrollen.
An Leute, die dort gemeinsam ihren Abend verbrachten, wurden Bußgelder verteilt. Man kann vermuten, dass das ein erstes Ergebniseines Runden Tischs von einigen HausbesitzerInnen ist. Diese fühlen sich vom lebendigen Treiben Gostenhofs gestört und riefen städtischen MitarbeiterInnen und Polizei zu Hilfe.

Aber die Plätze in Gostenhof gehören nicht den HausbesitzerInnen, sondern uns, den BewohnerInnen!

Wie wir uns gemeinsam gegen die zunehmende Verdrängung und soziale Kontrolle wehren können, besprechen wir im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof, am

Samstag, den 28.5.16 ab 19h im Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstr. 1, am Jamnitzerplatz.

Neu: Es gibt Essen und Musik!

Download Flyer

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Reclaim Gostenhof im April

reclaim_april_2016Im April mit Infos und Beispielen zu Aufwertung, steigenden Mieten und Verdrängung in Gostenhof: Wehren wir uns gemeinsam. Werden wir aktive. solidarische MieterInnen. Die Initiative Mietenwahnsinn stoppen und die organisiserte Autonomie (OA) laden ein:
Samstag 23. April | 19 Uhr | Stadtteiladen Schwarze Katze (Untere Seitenstraße 1)

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Stadtteilclub im März: Mietrebellen Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt

2016-03_headDie Dokumentation „Mietrebellen – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt“ zeigt die unterschiedlichen Facetten der Mieter/-innenbewegung in Berlin. Zwar ist Berlin nicht Nürnberg und Kreuzberg nicht Gostenhof, aber ebenso wie die Umstrukturierung und Verdrängung in Berlin schon länger von statten geht, ist auch der Kampf dagegen schon weiter fort geschritten. Die Funktionsweisen des kapitalistischen Wohnungsmarktes sind dieselben: egal ob in Berlin oder Nürnberg: Alteingesessene Mieter/-innen werden aus ihren Wohnungen verdrängt um diese dann aufzupolieren mit dem Zweck sie schließlich gewinnbringend an finanzkräftigere Mieter/-innen oder Käufer/-innen weiter zu verscherbeln.
Im Zuge der Umfrage: „Gostenhof ist gefragt – Antworten müssen her!“ sprachen sich 90% für den Kampf um unser Viertel aus. Noch fehlt vielen die Perspektive und Ideen um unseren Wohnraum zu retten. Mit Widerständen gegen Zwangsräumung, Mietkämpfen und Kämpfe für Seniorenzentren gibt der Film Anregungen für unsere Kämpfe hier vor Ort. Kommt am Samstag, den 26. März um 19:00 Uhr in den Stadtteil-Laden Schwarze Katze, Untere Seitenstr. 1 am Jamnitzerplatz, der Eintritt ist frei. Um 20:00 Uhr werden wir gemeinsam den Film anschauen um anschließend noch zu diskutieren. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Samstag, 26.März um 19 Uhr (Filmbeginn 20 Uhr)

Stadtteilladen Schwarze Katze (Untere Seitenstraße 1, 90429 Nbg)

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Reclaim Gostenhof im Februar zu Betriebskosten- und Nebenkostenabrechnung

2016-02_headMietrebellen wollen es wissen… und wehren sich gemeinsam!

Am Samstag, den 27. Februar wird uns ein Vertreter des Mieterverein Mieter helfen Mietern e.V. berichten, wie man sich gegen fehlerhafte Nebenkostenabrechnungen wehren kann. Und das ist notwendig! Etwa 80% der Nebenkostenabrechnungen sind falsch! Jede und jeder kann sich so gegen die Willkür von VermieterInnen und Immobilienfirmen zur Wehr setzen. Das ist wichtig und richtig, aber ersetzt nicht den gemeinsamen solidarischen Kampf auf politischer Ebene. Beides muss Hand in Hand gehen. Der offene Stadtteilclub „Reclaim Gostenhof“ ist Plattform für alle Ideen, die der kapitalistischen Verwertung und Fremdbestimmung unseres Viertels etwas entgegensetzen.

Samstag, 27. Februar | 19 Uhr
Stadtteilladen Schwarze Katze (Untere Seitenstraße 1, Nürnberg)

Mehr Infos redside.tk/gostenhof

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